Übungseinsatz Verkehrsunfall

20. Juli 2017
Feuerwehr
Zusammenarbeit der Feuerwehren Geretsried und Königsdorf

Unter den kritischen Augen von Kreisbrandmeister Georg Dürr lief am Donnerstag Abend an der Königsdorfer Grundstraße zwischen Hundeübungsplatz und Geretsried eine umfangreiche Übung zum Thema "Technische Hilfeleistung" ab, bei der die Feuerwehren Königsdorf und Geretsried eingebunden waren.

Die Meldung über die Leitstelle Oberland lautete:

Auf der Grundstraße kam es zur Kollision mehrerer Fahrzeuge, ein Fahrzeug hat sich überschlagen, mehrere Personen sind verletzt.

Die Einsatzkräfte aus den Wachen Geretsried Süd und Geretsried Nord sowie aus Königsdorf fuhren daraufhin die Einsatzstelle an. Die erste eintreffende Einheit aus Geretsried Süd traf auf ein Fahrzeug, das auf dem Dach liegend, die Fahrbahn blockierte.

In einiger Entfernung drang dichter Rauch aus dem Wald. Bei der Erkundung erkannte man dort ein brennendes Fahrzeug mit mehreren verletzten Fahrzeuginsassen, woraufhin eine sofortige Brandbekämpfung mit Menschenrettung (Crashrettung) eingeleitet wurde. Da der Fahrer des PKW nicht auffindbar war, wurde der angrenzende Wald durchsucht. In einiger Entfernung fand die Suchmanschaft die schwerverletzte vermisste Person.

Die Verletzen in dem überschlagenen PKW wurden sofort betreut, bis nachfolgende Kräfte der Geretsrieder Wache Nord die Befreiung der eingeklemmten Personen übernahmen. Die Feuerwehr Königsdorf, die von Süden her anfuhr, traf auf einen PKW mit Anhänger, der einen Baum touchiert hatte und auf der Fahrerseite zum Liegen kam.

Während der Vorbereitungen zur Befreiung der verletzten Fahrzeuginsassen wurde festgestellt, dass sich auf dem Anhänger mehrere Gefahrgutbehälter befinden. Um eine mögliche Leckage auszuschließen und eine Stoffidentifizierung durchzuführen, wurde ein ABC-Erkundungstrupp der Feuerwehr Geretsried eingesetzt.

Nachdem das, auf der Seite liegende Unfallfahrzeug, gegen Umkippen gesichert war, konnte ein Kleinkind über die Heckklappe relativ schnell befreit werden. Die Rettung des Fahrers gestaltete sich sehr viel schwieriger, da dessen Arm unter dem PKW eingeklemmt wurde. Während er durch die herausgeschnittene Frontscheibe medizinisch erstversorgt wurde, hob man das Fahrzeug an und befreite den Schwerverletzten aus seiner misslichen Lage.

Um Ordnung in die anfangs schwer zu überblickenden Situation zu bringen, teilte der Einsatzleiter die Einsatzstelle in die Abschnitte "Verkehrsunfall Nord", "Verkehrsunfall Süd" und "Gefahrgut", auf. Die Einsatzleitung, bestehend aus den Besatzungen des Königsdorfer Mehrzweckfahrzeugs und des Geretsrieder Einsatzleitwagens unterstützten dabei den Einsatzleiter.

Fazit: Solche Übungen unter realistischen Bedingungen, stellen die Einsatzkräfte vor schwierige Aufgaben, die es gilt, professionell zu bewältigen. Im Realeinsatz kommen die hier gemachten Erfahrungen Rettern und Geschädigten zugute. Die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren fördert das Verständnis und die Kameradschaft untereinander und schafft Vertrauen im Einsatz.

Zum Ausklang der Übung gab es im Königsdorfer Feuerwehrhaus noch eine Brotzeit für die über 40 Einsatzkräfte.