Forstunfall und Waldbrand fordern die Feuerwehr

3. August 2019
Feuerwehr
Realistische Übung im Königsdorfer Moor

Am 2. August war wieder einmal eine Objektübung angesagt. "Person bei Forstarbeiten eingeklemmt - Räumfeuer außer Kontrolle - Ort: zwischen Königsdorf und Zellwies" hieß es über Funk.

Mit dem erstausrückenden Mehrzweckfahrzeug übernahm der Einsatzleiter die Erkundung des Geländes. Dabei stellte er  eine starke Rauchentwicklung (Nebelmaschine) aus einem Waldstück fest. Weiter fand er eine, zwischen Bäumen eingeklemmte, schwerverletzte Person vor.

Die nacheinander eintreffenden Großfahrzeuge bekamen daraufhin verschiedene Aufgaben zugeteilt.

So übernahm die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs die Rettung des eingeklemmten Forstarbeiters mit Aufbau eines Löschangriffs zur Eigensicherung. Für den Transport der benötigten Ausrüstung  und dem Abtransport des Verletzten musste dabei ein kleiner provisorischer Steg aus Leiterteilen über einen Graben gebaut werden.

Die Mannschaft des Löschgruppenfahrzeugs bekam den Auftrag, den Waldbrand zu bekämpfen. Dafür wurde als Wasserversorgung der Zellwieser Mühlbach festgelegt.

Die dabei benötigte Tragkraftspritze (180 kg) musste dafür 100 Meter durch unwegsames Gelände getragen werden, um anschließend eine 140 Meter lange B- Schlauchleitung zu füllen.

Zum ersten Mal kamen bei der Brandbekämpfung unsere neuen D- Schlauch -Tragetaschen zum Einsatz, die sich durch ihr geringes Gewicht und ihr gutes Handling hervorragend zum Löschen von Wald - und Flächenbränden eignen. 

Kurz vor Übungsende musste dann noch der zweite Forstarbeiter gesucht werden, der den Notruf absetzte. Einsatzkräfte fanden ihn dann auch sehr schnell auf einem naheliegenden Jägerstand.

Nach der schweißtreibenden Übung und der Manöverkritik  gab es im Anschluß noch eine kleine Brotzeit vor Ort, bevor die Fahrzeuge zurück im Gerätehaus wieder aufgerüstet wurden.